Zitronentorte mit Mohn, Lemon Curd und schweizer Buttercreme (Swiss Meringue Buttercreme)

Heute gibt es ein ganz tolles Rezept für eine Zitronentorte der Extraklasse. Ein leckerer Mohn-Zitronen-Kuchen gefüllt mit Swiss Meringue Buttercreme und Lemon Curd. Mit den kleinen süßen Baisers setzt man dem Törtchen noch das „i-Tüpfelchen“ auf und sorgt für ein optisches Highlight.

Die Zitronentorte bietet auch viele verschiedene Texturen. Der rustikale Mohn, die knusprigen Baisertröpfchen, die samtige Buttercreme… eine ganz tolle Zusammenstellung für ein sehr spannendes Mundgefühl.

Die Torte ist keine absolute Anfängertorte, weil man schon ein wenig Zeit für sie braucht. Mit einer einfachen Schritt für Schritt Anleitung wird es aber jeder schaffen!

Ich habe die Torte über zwei Tage gebacken und möchte hier Tipps zur Zeiteinteilung geben:

1. Tag:

– Böden backen

Lemon Curd herstellen, falls nicht vorhanden

– Baiser herstellen (können auch mehrere Tage im Voraus gemacht werden)

– Mohnback kochen und kaltstellen

2. Tag:

– Buttercreme herstellen

– Tortenboden begradigen und in zwei Hälften schneiden

– Torte füllen und dekorieren

 

Die Zitronentorte kann man am zweiten Tag servieren oder auch erst am dritten Tag. Bis zum 5. Tag sollte sie gegessen werden, da sie sonst trocken wird.

 

Zutaten:

Für den Teig (2*20 cm Springform):

350 g Butter, zimmerwarm

200 g Zucker

2 Prisen Salz

6 Bio Eier Größe L

580 g Mehl

25 g Backpulver

180 ml Milch, zimmerwarm

400 g Mohnback (gekauft oder selbst gemacht, Rezept ist im Beitrag)

2 Bio Zitronen (Abrieb und Saft)

Mohnback (500g, optional anstatt gekauftem):

250 g Mohn (gemahlen)

120 ml Milch

50 g Butter

75 g Zucker

Füllung:

circa 300 ml Lemon Curd

4 Bio Eier Größe L (nur das Eiweiß)

300 g Zucker

400 g Butter, zimmerwarm

1 TL Vanilleextrakt

1 Prise Salz

Baiser (kein Muss):

2 Bio Eier Größe L (nur das Eiweiß)

100 g Zucker

Optional Lebensmittelfarbpaste, Gelb

Zubereitung:

1. Schritt – Baiser:

Das Eiweiß mit dem Salz komplett steif schlagen.

Tipp: Eiweiß schlägt man am besten in einer komplett fettfreien und sauberen Schüssel steif

Wenn das Eiweiß steif ist kann man langsam den Zucker dazu rieseln lassen und so lange rühren, bis keine Zuckerkörner mehr vorhanden sind. Die Baisermasse glänzt dann schön und zieht Spitzen nach oben, wenn man den Rührbesen herausnimmt.

Danach die Masse nach Belieben einfärben und in einen Spritzbeutel mit Sterntülle geben.

Tipp: Für diesen Schritt kann man auch verschiedene Tüllen nehmen und so verschiedene Formen aufspritzen.

Für die „gestreiften“ Baisers einfach mit einem Pinsel die Lebensmittelfarbe direkt in den Spritzbeutel in Streifen malen und dann die weiße Baisermasse vorsichtig in die Mitte geben.

Die Baisermasse auf ein bzw. zwei mit Backpapier belegtes Backblech spritzen. Dabei kann man in der Größe variieren.

Dann dürfen die Baisers für circa 2 Stunden bei 80 Grad Umluft im Ofen trocknen. Wenn die Baisers sich ganz einfach vom Backpapier nehmen lassen sind sie fertig.

2. Schritt – Mohnback:

Alle Zutaten in einen Topf geben und aufkochen lassen. Für circa 1 Minute unterrühren köcheln lassen und danach abdecken, vom Herd ziehen und 15 Minuten quellen lassen.

Danach bis zu Verwendung kaltstellen.

3. Schritt – Zitronen-Mohn-Teig:

Den Backofen auf 175 Grad Celsius Ober- und Unterhitze vorheizen.

Zitronenschale abreiben (nur den gelben Teil, das Weiße schmeckt bitter) und den Saft von 1,5 Zitronen auspressen und auffangen.

Mehl und Backpulver mischen und sieben.

Butter, Salz und Zucker schaumig rühren. Ein Ei nach dem anderen dazu geben und zwischendurch immer gut weiterrühren, bis sich alles wieder verbunden hat. Danach noch das Vanilleextrakt unterrühren.

Dann noch Milch und Mehl in zwei Portionen kurz untermischen, bis keine Mehlnester mehr vorhanden sind.

Abschließend noch das Mohnback, Zitronensaft und Zitronenabrieb dazu geben und alles vermischen. Es soll sich alles gut verbinden, aber gleichzeitig bitte nur so kurz wie möglich rühren.

Den Teig dann noch in zwei mit Backpapier ausgelegte Backformen mit je 20 cm Durchmesser aufteilen und für circa 30 Minuten backen. Stäbchenprobe nicht vergessen 🙂

Danach auf ein Abkühlgitter stürzen und komplett auskühlen lassen.

 

4. Schritt – Swiss Meringue Buttercreme:

Eiweiß, Zucker und Salz in einem kleinen Topf oder einer hitzefesten Schüssel mischen. Die Mischung auf ein Wasserbad geben (Achtung: die Schüssel darf das Wasser nicht berühren!) und langsam erhitzen lassen. Währenddessen sehr regelmäßig oder ständig rühren, sonst könnte das Ei stocken.

Die Masse sollte circa 70 Grad erreichen, damit alle Bakterien abgetötet sind. So können auch schwangere Frauen und Kinder die Buttercreme essen. Der Zucker löst sich in der Zeit komplett auf. Am besten überprüft man die Temperatur mit einem Zuckerthermometer.

Nach Erreichen der Temperatur kann man die Schüssel vom Wasserbad nehmen und entweder mit dem Schneebesen der Küchenmaschine oder mit dem Handmixer so lange aufschlagen, bis sie auf Zimmertemperatur ist. Dann kann nach und nach die Butter in kleinen Portionen unter ständigem Rühren dazu gegeben werden.

Abschließend das Vanilleextrakt zur Buttercreme geben und noch kurz verrühren.

Tipp: Die Buttercreme am besten in einer verschließbaren Schüssel oder bedeckt mit Klarsichtfolie aufbewahren. Nicht in den Kühlschrank stellen, sonst wird sie fest.

5. Schritt – jetzt kommt alles zusammen:

Falls die Kuchenböden eine runde Kuppel haben, muss diese erst mit einem Brotmesser oder einem Tortenbodenteiler gerade abgeschnitten werden. Danach werden die Böden jeweils einmal in der Mitte geteilt und bis zur Verwendung zur Seite gelegt. Den ersten Boden kann man bereits auf eine Tortenplatte oder einen Drehteller legen.

Ein gutes Dritter der Swiss Meringue Buttercreme in eine zweite Schüssel aufteilen und zur Seite stellen oder in einen Spritzbeutel füllen. Der Spritzbeutel hilft ein wenig beim Auftragen der Creme, ist aber nicht notwendig. 

Das Lemon Curd kann man unterdessen auch in einen Spritzbeutel füllen, aber auch das ist kein Muss.

Jetzt ein Drittel der übrig gebliebenen Creme auf den ersten Tortenboden geben und mit einer Winkelpalette oder ähnlichem glatt streichen. Danach beliebig viel Lemon Curd auf die Buttercreme geben und auch ein bisschen glattstreichen.

Tipp: das Lemon Curd nicht bis zum Rand verstreichen, sondern eher in die Mitte des Kuchens, damit nichts aus der Seite herausquillt.

Dann einen weiteren Tortenboden auf das Lemon Curd legen und ein bisschen nach unten drücken. Auf den Tortenboden kommt dann wieder ein weiteres Drittel der Buttercreme und Lemon Curd. Mit dem dritten Boden gleich verfahren.

 

Abschließend den letzten Boden auf die Torte legen und die Torte ganz dünn mit Buttercreme komplett einstreichen. Dann für eine halbe Stunde kühl stellen und eine zweite, dickere Schicht Buttercreme darauf geben und dafür den ganzen Rest der Buttercreme nutzen. Die Creme kann man dann entweder glattstreichen oder mit einem Muster versehen.

 

Ganz am Ende wird die Torte noch mit den Baisers und Lemon Curd nach Lust und Laune dekoriert. Hier kann man richtig kreativ werden 🙂

Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Nachbacken und hoffe, dass euch die Zitronentorte gefällt!

Bei Fragen zum Rezept bin ich per Kommentar, über Facebook und über Instagram erreichbar.

Wenn ihr das Rezept ausprobiert, nicht vergessen mich mit @LaurasWifeLife und #lauraswifelife zu markieren damit ich nichts verpasse 🙂

Schönes Wochenende!

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Zitronentorte mit Mohn, Lemon Curd und schweizer Buttercreme
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Zutaten
Für den Teig (2*20 cm Springform)
  1. 350 g Butter, zimmerwarm
  2. 200 g Zucker
  3. 2 Prisen Salz
  4. 6 Bio Eier Größe L
  5. 580 g Mehl
  6. 25 g Backpulver
  7. 180 ml Milch, zimmerwarm
  8. 400 g Mohnback (gekauft oder selbst gemacht, Rezept ist im Beitrag)
  9. 2 Bio Zitronen (Abrieb und Saft)
Mohnback (500g, optional anstatt gekauftem)
  1. 250 g Mohn (gemahlen)
  2. 120 ml Milch
  3. 50 g Butter
  4. 75 g Zucker
Füllung
  1. circa 300 ml Lemon Curd
  2. 4 Bio Eier Größe L (nur das Eiweiß)
  3. 300 g Zucker
  4. 400 g Butter, zimmerwarm
  5. 1 TL Vanilleextrakt
  6. 1 Prise Salz
Baiser (kein Muss)
  1. 2 Bio Eier Größe L (nur das Eiweiß)
  2. 100 g Zucker
  3. Optional Lebensmittelfarbpaste, Gelb
Zubereitung
1. Schritt - Baiser
  1. Das Eiweiß mit dem Salz komplett steif schlagen.
  2. Tipp: Eiweiß schlägt man am besten in einer komplett fettfreien und sauberen Schüssel steif
  3. Wenn das Eiweiß steif ist kann man langsam den Zucker dazu rieseln lassen und so lange rühren, bis keine Zuckerkörner mehr vorhanden sind. Die Baisermasse glänzt dann schön und zieht Spitzen nach oben, wenn man den Rührbesen herausnimmt.
  4. Danach die Masse nach Belieben einfärben und in einen Spritzbeutel mit Sterntülle geben.
  5. Tipp: Für diesen Schritt kann man auch verschiedene Tüllen nehmen und so verschiedene Formen aufspritzen.
  6. Für die "gestreiften" Baisers einfach mit einem Pinsel die Lebensmittelfarbe direkt in den Spritzbeutel in Streifen malen und dann die weiße Baisermasse vorsichtig in die Mitte geben.
  7. Die Baisermasse auf ein bzw. zwei mit Backpapier belegtes Backblech spritzen. Dabei kann man in der Größe variieren.
  8. Dann dürfen die Baisers für circa 2 Stunden bei 80 Grad Umluft im Ofen trocknen. Wenn die Baisers sich ganz einfach vom Backpapier nehmen lassen sind sie fertig.
2. Schritt - Mohnback
  1. Alle Zutaten in einen Topf geben und aufkochen lassen. Für circa 1 Minute unterrühren köcheln lassen und danach abdecken, vom Herd ziehen und 15 Minuten quellen lassen.
  2. Danach bis zu Verwendung kaltstellen.
3. Schritt - Zitronen-Mohn-Teig
  1. Den Backofen auf 175 Grad Celsius Ober- und Unterhitze vorheizen.
  2. Zitronenschale abreiben (nur den gelben Teil, das Weiße schmeckt bitter) und den Saft von 1,5 Zitronen auspressen und auffangen.
  3. Mehl und Backpulver mischen und sieben.
  4. Butter, Salz und Zucker schaumig rühren. Ein Ei nach dem anderen dazu geben und zwischendurch immer gut weiterrühren, bis sich alles wieder verbunden hat. Danach noch das Vanilleextrakt unterrühren.
  5. Dann noch Milch und Mehl in zwei Portionen kurz untermischen, bis keine Mehlnester mehr vorhanden sind.
  6. Abschließend noch das Mohnback, Zitronensaft und Zitronenabrieb dazu geben und alles vermischen. Es soll sich alles gut verbinden, aber gleichzeitig bitte nur so kurz wie möglich rühren.
  7. Den Teig dann noch in zwei mit Backpapier ausgelegte Backformen mit je 20 cm Durchmesser aufteilen und für circa 30 Minuten backen. Stäbchenprobe nicht vergessen 🙂
  8. Danach auf ein Abkühlgitter stürzen und komplett auskühlen lassen.
4. Schritt - Swiss Meringue Buttercreme
  1. Eiweiß, Zucker und Salz in einem kleinen Topf oder einer hitzefesten Schüssel mischen. Die Mischung auf ein Wasserbad geben (Achtung: die Schüssel darf das Wasser nicht berühren!) und langsam erhitzen lassen. Währenddessen sehr regelmäßig oder ständig rühren, sonst könnte das Ei stocken.
  2. Die Masse sollte circa 70 Grad erreichen, damit alle Bakterien abgetötet sind. So können auch schwangere Frauen und Kinder die Buttercreme essen. Der Zucker löst sich in der Zeit komplett auf. Am besten überprüft man die Temperatur mit einem Zuckerthermometer.
  3. Nach Erreichen der Temperatur kann man die Schüssel vom Wasserbad nehmen und entweder mit dem Schneebesen der Küchenmaschine oder mit dem Handmixer so lange aufschlagen, bis sie auf Zimmertemperatur ist. Dann kann nach und nach die Butter in kleinen Portionen unter ständigem Rühren dazu gegeben werden.
  4. Abschließend das Vanilleextrakt zur Buttercreme geben und noch kurz verrühren.
  5. Tipp: Die Buttercreme am besten in einer verschließbaren Schüssel oder bedeckt mit Klarsichtfolie aufbewahren. Nicht in den Kühlschrank stellen, sonst wird sie fest.
5. Schritt - jetzt kommt alles zusammen
  1. Falls die Kuchenböden eine runde Kuppel haben, muss diese erst mit einem Brotmesser oder einem Tortenbodenteiler gerade abgeschnitten werden. Danach werden die Böden jeweils einmal in der Mitte geteilt und bis zur Verwendung zur Seite gelegt. Den ersten Boden kann man bereits auf eine Tortenplatte oder einen Drehteller legen.
  2. Ein gutes Dritter der Swiss Meringue Buttercreme in eine zweite Schüssel aufteilen und zur Seite stellen oder in einen Spritzbeutel füllen. Der Spritzbeutel hilft ein wenig beim Auftragen der Creme, ist aber nicht notwendig.
  3. Das Lemon Curd kann man unterdessen auch in einen Spritzbeutel füllen, aber auch das ist kein Muss.
  4. Jetzt ein Drittel der übrig gebliebenen Creme auf den ersten Tortenboden geben und mit einer Winkelpalette oder ähnlichem glattstreichen. Danach beliebig viel Lemon Curd auf die Buttercreme geben und auch ein bisschen glattstreichen.
  5. Tipp: das Lemon Curd nicht bis zum Rand verstreichen, sondern eher in die Mitte des Kuchens, damit nichts aus der Seite herausquillt.
  6. Dann einen weiteren Tortenboden auf das Lemon Curd legen und ein bisschen nach unten drücken. Auf den Tortenboden kommt dann wieder ein weiteres Drittel der Buttercreme und Lemon Curd. Mit dem dritten Boden gleich verfahren.
  7. Abschließend den letzten Boden auf die Torte legen und die Torte ganz dünn mit Buttercreme komplett einstreichen. Dann für eine halbe Stunde kühl stellen und eine zweite, dickere Schicht Buttercreme darauf geben und dafür den ganzen Rest der Buttercreme nutzen. Die Creme kann man dann entweder glattstreichen oder mit einem Muster versehen.
  8. Ganz am Ende wird die Torte noch mit den Baisers und Lemon Curd nach Lust und Laune dekoriert. Hier kann man richtig kreativ werden 🙂
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